Unternehmen Märchenschloß

7. Februar 2010

Schloß Tambach, Foto: © S.Peter

Heute (7.2.) um 19 Uhr gibt es mal wieder was Interessantes über die Coburger Heimat zu sehen und zwar zeigt das Bayerische Fernsehen einen Film von Annette Hopfenmüller mit dem Titel Unternehmen Märchenschloss: Schlossherren rund um Coburg. Der im Sommer 2009 entstandene Beitrag will hinter die dicken Mauern der fränkischen Schlösser und Burgen sehen. Wir sind gespannt!

Die Kollegen vom Vesteblick waren mit ihrem Artikel schneller, dafür haben wir den Beitrag bereits zur Aufnahme programmiert. ;)

Stefan Aktuell , , ,

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Pssst – wolle Date kaufe???

6. Februar 2010

Foto: © S.Peter

Nein, wir haben keine CD mit Nummerkonten oder andere Informationen von irgendwelchen in- oder ausländischen Banken, im Gegenteil, uns wurden Daten zum Kauf angeboten und zwar angeblich rund 7 Millionen deutsche eMail-Adressen. Hier ein Auszug der eMail, die uns erreichte:

Wir verkaufen rund 7 Millionen deutsche Email-Adressen aus Deutschland und der Schweiz 100% alle gültig (keine Rückläufer)
Die Email-Adressen setzen sich wie folgt zusammen

Rund 2,5 Millionen @t-online.de Emails
Rund 1,9 Millionen @web.de Emails
Rund 600`000 @bluewin.ch Emails
Rund 500`000 @freenet.de Emails
Rund 400`000 @gmx.de Emails
Rund 400`000 @hotmail.com Emails

Dazu noch rund 700`000 Emails von anderen deutschen Email-Providern (mixed)
[....]

Alle Emails wurden im douple-opt-in Verfahren gesammelt nach den strengen Regeln des Datenschutzes.Die Empfänger haben der Zusendung von Emails durch dritte zugestimmt daher erwerben sie die Emails völlig legal.Sie erhalten zu jeder Email auch den Vornamen,Nachnamen,Adresse,Geschlecht,Telefonnnummer. und sie bekommen auch eine Lizenz im .pdf Format geliefert das sie die Emails benutzen dürfen.

Der Preis beträgt 1000 Euro inkl. Mwst

Bezahlung ist per Überweisung und mit Paypal möglich.

Die Emails bekommen sie auf einer DVD mit der Post geliefert nach dem sie bezahlt haben (Vorkasse).

Die Emails sind eher für solche Leute oder Firmen gedacht die etwas verkaufen und neue deutsche Kunden gewinnen wollen.

Wenn sie interessiert sind die Emails zu kaufen senden sie eine Email an folgende Email-Adresse:

[...]

Bitte geben sie Ihre Lieferadresse bekannt wohin wir die DVD verschicken solllen und wie Sie bezahlen möchten (Überweisung oder Paypal)

Mit besten Grüssen
Alexander A.

Ja, ich weiß, das ist Spam und das Geld, welches natürlich per Vorkasse fällig ist, ist vermutlich auch futsch! Das Beispiel zeigt auch: Spammer nutzen aktuelle Diskussionen, um im Geschäft zu bleiben.

Apropos aktuelles Geschäft: was meint eigentlich Coburg zum Kauf der Steuerdaten aus der Schweiz? Ist das alles legitim oder schießt hier der Staat über das Ziel hinaus, indem anscheinend illegal beschaffte Daten gekauft werden sollen? Wie ein Bericht in der SZ (>>> hier) zeigt, scheinen solche Angebote auch kein Einzelfall zu sein.

Stefan Aktuell, Weltgeschehen , , ,

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Veränderungen – Die Nordseite des Johann-Strauß-Platzes

5. Februar 2010

Städtische Landschaften sind einem permanenten Wechsel unterworfen. Straßen werden erweitert, Häuser abgerissen und neue Gebäude wieder aufgebaut. Einige Orte der Veränderung werden in den kommenden Wochen hier an dieser Stelle zu sehen sein.

Blick in die Leopoldstraße 1965, Foto: Karl-Ulrich Pachale, Archiv der Historischen Gesellschaft Coburg

Erste Station auf der Reise durch die Coburger Innenstadt ist der Johann-Strauß-Platz, der seit 1986 diesen Namen trägt. Die Aufnahme zeigt die Nordseite des Platzes, wie er im Jahre 1965 aussah. Der Blick fällt dabei auf das markante Gebäude in der Bildmitte. In diesem Haus war einst das Coburger Stadtgefängnis untergebracht. Errichtet wurde dieser Komplex zwischen 1838 und 1840.
Ursprünglich diente das Gebäude als herzogliches Waschhaus und war demnach auch im herzoglichen Besitz. Keine 20 Jahre später, hatte die Coburger Landesregierung ein Auge auf das Grundstück geworfen. Grund hierfür waren die katastrophalen Zustände im Coburger Justizwesen. Das Gerichtsgebäude am Marktplatz (das heutige Stadthaus) brach aus allen Nähten und das Stadtgefängnis in der Fronveste am Ernstplatz war dermaßen marode, das es für Gefangene ein leichtes war, daraus zu entkommen. Ein neues Gebäude musste deshalb her. Der Coburger Landtag erwarb deshalb am 17. Juli 1858 für 15.000 Gulden aus herzogliche Waschhaus im Stetzenbach, welches sich nach Meinung der Landesregierung als Gefängnis und als Tagungslokal für das Schwurgericht eignete. Nach den damaligen Unterlagen zu schließen, wurde der Kauf aber recht überstürzt vollzogen, denn es stellte sich bald heraus, dass der bauliche Zustand nur bedingt den Anforderungen entsprach und für die Untersuchungsgefangenen zudem ein Anbau erforderlich wurde. Deshalb konnte das Gefängnis erst im Juli 1861 seiner Bestimmung übergeben werden.
Der Volksmund bezeichnete diese Anstalt als „Hotel Mayer“ oder „Villa Mayer“. Dieser Name rührt von dem früheren Gefängnisinspektor August Christian Mayer (1858-1933) her, der hier seiner Tätigkeit nachging. Andere Inspektoren standen ebenfalls Namenspate für das Stadtgefängnis in der seit 1850 erwähnten Leopoldstraße.

Hundert Jahre später war das Gebäude völlig abgewirtschaftet, der Anbau wegen Baufälligkeit sogar polizeilich gesperrt. Erst 1968 ordnete das bayerische Justizministerium die sofortige Schließung der Anstalt wegen Baufälligkeit an. Das Schwurgericht war bereits 1921 vor das Ketschentor, ins ehemalige herzogliche Ministerium, gezogen. In den darauf folgenden Jahren stand das Stadtgefängnis leer und verfiel zusehends. Ein Höhepunkt in der Geschichte des Hauses stellt nochmal das Jahr 1978 dar, als im ehemaligen Schwurgerichtssaal Szenen des Rainer-Werner- Fassbinder-Films „Die Ehe der Maria Braun“ gedreht wurden.

Johann-Strauß-Platz 1994, Foto: Karl-Ulrich Pachale, Archiv der Historischen Gesellschaft Coburg

Im November 1980 erfolgte schließlich der Abbruch des Gebäudes. Auf dem Grundstück entstanden schließlich Anwohnerparkplätze und Besucherparkplätze des Kunstvereins. Auf dem jüngeren Foto sind diese Parkplätze recht gut zu erkennen.
Das abgerissene Stadtgefängnis gibt uns heute den Blick auf dessen Nachbarhaus Leopoldstraße 55 frei, das im Jahre 1569 zum ersten Mal erwähnt wurde. Bei diesem Gebäude handelte sich wohl ein einfaches Tagelöhner-Wohnhaus, das 1683 wie folgt beschrieben wurde: Ein Mittelbau mit zwei Stockwerken, zwei Stuben und einem Keller. 1711 brannte dieses Gebäude ab, so dass das heutige Aussehen des Hauses wohl auf einen Neubau aus der Zeit nach dieser Feuersbrunst zurückgeht. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war hier eine Schreinerei ansässig, welche einer Familie Weidmann gehörte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm der Schreinermeister Heinrich Baier das Unternehmen, der es bis in die 1970er Jahre weiterführte. Ihm folgte sein Kollege Horst Dunker nach, der den Schreinerbetrieb bis in die 1980er Jahre hinein fortführte. Im Zuge der in den letzten Jahren dort einsetzenden Altstadtsanierung wurde das Rückgebäude der Leopoldstraße 55, hier auf dem Foto an dem weißen Außenputz zu sehen, im Jahre 2006 abgerissen. Mit den Sanierungsmaßnahmen erfolgte auch die Umgestaltung des dortigen Areals.

Es sei vielleicht zum Schluss noch erwähnt, das es zwischen dem Stadtgefängnis und dem Anwesen Leopoldstraße 55 eine Auffahrt zur früheren Stadtgärtnerei gab, die unterhalb des Hofgartens für einige Jahrzehnte dort zu finden war. Der Schotterweg wurde in den letzten Jahren geteert und auf dem ehemaligen Gärtnereigelände entstanden eine öffentliche Gartenanlage und ein Freilufttheater. Auf dem jüngeren Foto, welches 1994 gefertigt wurde, lässt sich noch die vorherige Situation des Areals erahnen. Nachdem die Stadtgärtnerei auf den Glockenberg verzog, verwilderte das Grundstück unterhalb des Kunstvereins. Auch das gehört in der Zwischenzeit der Vergangenheit an. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Gelände nördlich des Johann-Strauß-Platzes in der Zunkunft sich weiter entwickeln wird.

Text:
Christian Boseckert

Bildquellen:

Bild 1: Darstellung der Situation im Jahre 1965
Bild 2: Darstellung der Situation im Jahre 1994

(Beide Fotos: Karl-Ulrich Pachale, Archiv der Historischen Gesellschaft Coburg)

Stefan Damals, Geschichte , , , , ,

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Ski und Rodel gut!

2. Februar 2010

Rodelspaß am Schloß Callenberg

Nachdem dieses Jahr definitv die Goldmarie und nicht die Pechmarie bei Frau Holle gastiert, sind die Rodelverhältnisse in Coburg so gut, dass man für den Schlittenspaß nicht nach Thüringen ausweichen muss. Die bekannten Pisten im Hofgarten oder bei Schloß Callenberg sind (nachdem der Neuschnee “niedergemacht” wurde) prima befahrbar, die Snowboarder im Hofgarten, die die Vesteblick-Kollegen sahen (>>> hier geht’s lang), können wir bestätigen.

Rodeln im Hofgarten (kleiner Veilchengarten Richtung Probstgrund)

Übrigens, früher gab es bereits Skifahrer im Hofgarten. Die offiziellen Coburger Stadtmeisterschaften wurden im großen Veilchental ausgerichtet. Wer genau sucht, kann oben am Ende des Hofgartens noch die Markierungen (Grüne und Rote Piste) finden. Bekannt war / ist auch die Todesbahn im Veilchengarten. Aber auch eine Sprungschanze gab es (keine Schneeaufschüttung, sondern eine Holzkonstruktion) – allerdings auf der anderen Seite des Festungsbergs Richtung Gustav-Freytag-Weg. Hier waren wohl wahnsinnige Weiten von ca. 20m möglich.

Scherzpostkarte von 1900, Quelle: Sammlung Christian Boseckert

Zum Thema “Skifahren in Coburg” wurde sogar 1900 eine Scherzpostkarte herausgegeben, die den Hofgarten als Gletschergebiet zeigt.

Wo rodeln die Coburger denn sonst noch in Coburg?

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Eisvergnügen

31. Januar 2010

Eisfläche Rittersteich ist gesperrt, Foto: © S.Peter

Am 27.Jänner war es zunächst soweit: der Rittersteich wurde zum Schlittschuhlaufen freigegeben. Leider währte die Freude nicht sehr lange: der anhaltende Schneefall (wer hat eigentlich Frau Holle geärgert?) und die damit verbundenen milden Temperaturen sorgten für eine Sperrung der Eisfläche.

Die Hoffnung besteht aber, dass bei kälteren Temperaturen, wie sie für nächste Woche angekündigt sind, die Eisfläche erneut freigegeben wird. Die Eisbahn samt Absperrung besteht weiterhin, und auch die Bänke zum Ausruhen stehen noch bereit. Am besten, ab und zu mal vorbei schauen bzw. Radio Eins hören.

Gesperrte Eisfläche Rittersteich, Foto: © S.Peter

Wer nicht warten möchte, dem kann ich die Eisfläche im Sonnebad Sonneberg wärmstens (oder kältestens?) empfehlen. Ansonsten kann man sich ja mal die Zeit mit Rodeln im Veilchental oder bei Schloss Callenberg vertreiben.

Stefan Aktuell, Stadtgespräch , ,

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